Archiv für Mai 2009

J&S Kurs

Dienstag, 26. Mai 2009

Wie vermutlich die meisten von euch wissen, habe ich mich letzte Saison 2007/2008 vom „Spitzensport“ verabschiedet. Dies aus verschiedenen Gründen. Nach meinem Entscheid zum Rücktritt entschloss ich mich, das Skifahren nicht ganz an den Nagel zu hängen. Für mich bot sich die Möglichkeit mit der Trainingsgemeinschaft Uri doch noch einige Schneetrainings zu absolvieren um an den Regionalrennen starten zu können. Im Weiteren interessierte mich mehr und mehr die andere Seite des Athleten, die Trainerseite. Bereits letztes Jahr nach Beendigung meiner Saison absolvierte ich den J&S Grundlagekurs im Kaunertal. In dieser Woche konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln.

Total begeistert ging ich nach erfolgreich absolviertem Kurs nach Hause. Nach diesem Kurs wurde mir klar, dass ich mein Wissen, welches sich durch die Jahre angesammelt hat, vermehrt den Kindern weitergeben möchte. So begann ich diese Saison bereits als Aushilfstrainerin beim Ski Club Schwyz. Es macht mir total Spass, die Fortschritte und die Freude der Kinder zu sehen, welche sie beim Skirennsport aufbringen können. So kam es, dass ich mir bereits ein neues Ziel für meine Zeit nach der Ausbildung gesetzt habe. Gerne würde ich nach meiner Lehre bei der Raiffeisenbank Waldstätte einen Skilehrerjob oder Trainerjob ausüben. Um dieses Ziel erreichen zu können, braucht es aber noch eine Menge Weiterbildungskurse. Aus diesem Grund machte ich in den Frühlingsferien bereits meinen 2. J&S Kurs den Methodik Wettkampf Kurs in Sedrun.

Bei tollem Wetter, super Leitern sowie einer genialen Truppe erlernten wir viele neuen Sachen, machten eine Menge neuer Erfahrungen in Umgang und Gestaltung des Trainings für die JO-Cracks. Unter ziemlich strenger Aufsicht mussten wir 3 Prüfungen ablegen, um den Kurs einerseits zu bestehen und anderseits die Empfehlungsnote für die Fortführung der Weiterbildung zu erhalten. Zum Glück klappte bei mir beides und ich kann meinen Werdegang unangebremst weiterführen. In Planung ist eine Woche im Sommer in Magglingen um verschiedene Module wie Biomechanik, Energie, Mentaltraining und Coaching zu erlernen. Ausserdem möchte ich dieses Jahr noch den J&S Kurs-Kids (5 bis 10-jährige) abschliessen, um noch mehr Tipps für den Umgang mit den Kleinen zu erhalten. Für nächstes Jahr möchte ich natürlich den 3. J&S Kurs, das Modul Technik Wettkampf erfolgreich absolvieren. Damit ich mit vollem Elan mein Ziel Skilehrerin oder Trainerin weiter anstreben kann.

http://www.jugendundsport.ch/


Russland ist zum 25. Mal Weltmeister

Donnerstag, 14. Mai 2009

In einem äusserst spannenden und hochstehenden Finalspiel gewann Russland gegen Kanada mit 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) und wurde Weltmeister 2009. Damit sind die Russen mit 25 gewonnenen Goldmedaillen Rekordhalter. Für die Kanadier war die Final-Niederlage wiederum sehr bitter, hatten sie doch bereits an der Heim-WM vor einem Jahr gegen die Russen im Final mit 5:4 nach Verlängerung verloren.

Die Russen beim jubel eines Ihrer Tore

Die Russen bejubeln das 2:1 von Radulow

Bereits in den Gruppenspielen überzeugten mich die läuferisch und technisch starken Russen mit ihrem schnellen Spiel nach vorne. Für mich stand fest, dass die „Sbornaja“ den Final erreichen würden; schlichtweg der Top Favorit. Nicht überraschend kamen die Kanadier, der andere Titelanwärtern, in den Final. Doch meines Erachtens wurden sie zu überheblich, nach dem sie die ersten drei Spiele locker und mit hohen Resultaten gewannen. Finnland, mein Geheimfavorit, spielte unter seinen Möglichkeiten. Die „Suomi“ scheiterten im Viertel- Finale an den US-Amerikanern.

Die Russen verdienten sich den Titel zu Recht. Sie taten vor allem im ersten Drittel mehr für das Spiel und hatten ausgezeichnete Chancen. Entgegen dem Spielverlauf gerieten sie 0:1 in Rückstand. Doch sie zelebrierten Eishockey vom feinsten, spielten stark auf und erzielten kurz vor der ersten Pause den verdienten Ausgleich. Nach dem die Russen durch Alexander Radulow im zweiten Drittel mit 2:1 in Führung gingen, spielten die Mannschaft zu defensiv. So kamen die Kanadier auf und hatten ihre Torchancen. Die sichere Angelegenheit wurde für die Russen noch zur Zitter-Partie. Trotz zahlreichen Schüssen und sechstem Feldspieler schafften die Kanadier den Ausgleich nicht mehr. Enttäuscht über die erneut verlorene Weltmeisterschaft verliessen die Kanadier das Eis. Der grossartige russische Erfolg ist nicht zuletzt dem cleveren Choaching des Wahl-Schweizers Slawa Bykov zu zuschreiben. Von allen Seiten erhielt der sympathische Trainer Glückwünsche und Anerkennung.

Die nächsten spannenden internationalen Eishockey-Spiele werden wir wohl an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver sowie an der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland zu sehen bekommen. Freuen wir uns jetzt schon darauf!